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Wir wollten schon immer aus Bequemlichkeitsgründen einen schicken Bugsprit haben. Die Kinder und meine Frau können so das Boot besser entern, Papa kann seinen Blister schön weit vor dem Vorstag fahren (Gennackerbaumersatz) und der Anker muss nicht immer aus dem Ankerkasten gewuchtet werden. Bisher war die Erfüllung dieses Wunsches immer den hohen Anschaffungskosten zum Opfer gefallen. Durch Zufall wurde ich mit meinem Freund Jens auf der der Berliner Bootsmesse fündig. Der Ursprungspreis von fast 400 Euro wurde von Jens knallhart für mich runtergehandelt, so dass kurz vor Messeschluss das Teil dann doch für nur 200 Euro den Besitzer wechselte und ich mich damit nach Hause trauen konnte.
Nun stellte sich die Frage, wie das Teil vernünftig anzubauen ist. Der Skipper ist ein schwerer Brocken, der Anker übt ordentlich Zug aus und auch der Blister soll ja dran gefahren werden. Unter anderem bekam ich im Boote Forum (www.boote-forum.de) hilfreiche Tips und entschied mich für die massive Lösung: 1 cm dickes Holz einlaminieren und 3mm Edelstahlunterleger bauen lassen. Das Rumpflaminat im Bugbereich der Delanta ist übrigens ca. 1 cm stark.
Nun hatte ich bis dahin noch keine Erfahrung mit Epoxidharz gesammelt, aber das Kombipack von “West Systems” ist ja fast kinderleicht anzuwenden und zu verarbeiten.
Ich kaufte Restholz, wasserfest verleimt, schnitt dieses passend zurecht und versiegelte es vorab mit drei Anstrichen Epoxidharz. Dieses wurde dann im Ankerkasten, entsprechend der vorgebohrten Löcher flächig mit Expoxidharz (angedickt) eingeklebt um den Druck zu verteilen. Als “Unterlegscheiben” ließ ich mir Edelstahlplatten von 3mm Stärke schneiden.
Nach zwei halben Tagen Montagearbeit war alles schön angepasst und fest eingebaut. Das Ergebnis kann sich meiner Meinung nach sehen lassen. Wir haben schon den Hängetest mit 150kg Gewicht gemacht, nichts wackelt! So soll das sein. ...damit sie auch beherzt zutreten können...oder wie war der Spruch in der Werbung?!
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